Worauf es bei der Umstellung ankommt
Eine S/4HANA-Transformation verändert das Herz des Finanzwesens. Ich begleite sie so, dass Abschluss, Reporting und Prüfbarkeit während und nach der Umstellung verlässlich funktionieren. Da ich selbst über viele Jahre mit SAP ECC gearbeitet habe, kenne ich das Ausgangssystem ebenso gut wie das Ziel.
Ein sicherer Abschluss
Probeläufe und Saldenabstimmungen stellen sicher, dass die Zahlen nach der Umstellung stimmen und der erste Monatsabschluss im neuen System gelingt.
Eine Datenbasis für Buchhaltung und Controlling
In S/4HANA arbeiten Finanzbuchhaltung und Controlling mit denselben Belegen. Abstimmungen zwischen beiden Bereichen werden deutlich einfacher.
Bereit für die nächsten Jahre
S/4HANA ist die Grundlage für weitere Automatisierung und für die KI-Funktionen, die SAP im Finanzwesen einführt.
Zeitplan und Wartungsfristen
Die Standardwartung für SAP ECC 6.0 endet Ende 2027. Eine optionale erweiterte Wartung ist bis Ende 2030 möglich und setzt eine gesonderte Vereinbarung mit SAP voraus. Wer heute plant, hat noch Zeit für einen geordneten Umstieg ohne Termindruck.
Hinzu kommt: Die KI-Assistenten und -Agenten von SAP setzen SAP Cloud ERP voraus. Ein sauberes S/4HANA-Finanzwesen ist damit auch der erste Schritt zu Autonomous Finance.
Brownfield, Greenfield oder Bluefield
Für den Weg nach S/4HANA gibt es drei grundsätzliche Ansätze. Welcher passt, hängt von Prozessen, Datenqualität und Zielen ab.
- Brownfield (Systemkonvertierung): Das bestehende System wird mit Daten und Historie umgestellt. Schnell und vertraut, gewachsene Altlasten bleiben jedoch erhalten.
- Greenfield (Neueinführung): Neustart mit einem neuen System und neu gestalteten Prozessen. Höherer Aufwand, dafür ein sauberer Neuanfang.
- Bluefield (Selective Data Transition): Mischform, bei der gezielt ausgewählt wird, welche Daten, Gesellschaften und Zeiträume übernommen werden.
In einer Vorstudie bewerte ich, welcher Ansatz für das Finanzwesen am besten geeignet ist.
Was sich im Finanzwesen ändert
- Eine gemeinsame Datenbasis: Hauptbuch, Kostenrechnung, Anlagen und Ergebnisrechnung schreiben in eine zentrale Belegtabelle (Universal Journal).
- Geschäftspartner: Kunden und Lieferanten werden einheitlich als Geschäftspartner gepflegt; die Customer-Vendor-Integration ist Voraussetzung jeder Konvertierung.
- Neue Anlagenbuchhaltung: Parallele Bewertungen, zum Beispiel nach HGB und IFRS, laufen direkt im Hauptbuch mit.
- Ergebnisrechnung: SAP empfiehlt die buchhaltungsbasierte Margin Analysis.
- Neue Oberflächen: SAP-Fiori-Apps und Auswertungen in Echtzeit ergänzen die bekannten Transaktionen.
Abschlusssicherheit während der Umstellung
- Vorstudie: Systemanalyse, Datenqualität, offene Posten und notwendige Anpassungen.
- Probeläufe: mehrere Testmigrationen mit Produktivdaten vor dem Go-live.
- Saldenabstimmung: Vorher-nachher-Vergleich aller relevanten Salden und Bestände.
- Prüfpfad: nachvollziehbare Dokumentation für die Wirtschaftsprüfung.
- Cutover und Hypercare: Planung des Cutovers und Begleitung der ersten Monatsabschlüsse im neuen System.
Folgen für Fachbereich und Anwender
Für Buchhaltung und Controlling ändern sich Oberflächen, einzelne Begriffe und Abläufe. Key-User werden früh eingebunden und in den neuen SAP-Fiori-Apps geschult; nach dem Go-live stehe ich weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung. So bleibt das Tagesgeschäft stabil.
Projekterfahrung
Ausgewählte Projekte aus S/4HANA-Transformationen, Business-Partner-Integration und internationalen Rollouts finden Sie auf der Seite Über mich.
Typische Fragen
Läuft der Monatsabschluss während der Umstellung normal weiter?
Ja. Die Umstellung wird so geplant, dass sie zwischen zwei Abschlüssen liegt, in der Regel zu einem Monats- oder Quartalswechsel. Probeläufe zeigen vorher, dass alle Salden stimmen.
Brownfield, Greenfield oder Bluefield: Was passt zu uns?
Brownfield eignet sich, wenn die Prozesse gut funktionieren und die Historie im System benötigt wird. Greenfield lohnt sich, wenn Prozesse veraltet sind oder stark vereinheitlicht werden sollen. Bluefield verbindet beides, indem gezielt ausgewählte Daten übernommen werden. Die Entscheidung fällt in der Vorstudie.
Wie lange dauert die Umstellung des Finanzwesens?
Das hängt von Größe, Anzahl der Gesellschaften und dem gewählten Ansatz ab. Für ein mittelständisches Unternehmen sind erfahrungsgemäß mehrere Monate realistisch. Nach der Vorstudie liegt ein belastbarer Zeitplan vor.
Wie viel Zeit müssen Fachbereich und Key-User einplanen?
Vor allem für Tests, Schulungen und Abstimmungen rund um die Probeläufe und den Go-live. Die Planung stellt sicher, dass Tagesgeschäft und Abschlüsse weiterlaufen.

